Social Commerce ist Randerscheinung

Marktforscher Innofact und Deutsche-Startups.de fanden heraus, dass neue E-Commerce-Konzepte den Markt bereichern, für klassische Online-Shops sind sie aber keine Bedrohung.
Mehr als 80% der User besuchen die Anbieter von Produkt- und Preisinformationen wie die klassische Online-Shops, Suchmaschinen oder Online-Marktplätze wie Ebay.
Die Preisvergleicher und Bewertungsportale werden von zwei Dritteln bzw. jedem Zweiten in der Internet-Gesamtnutzerschaft vor dem Online-Einkauf aufgesucht.
Im Rahmen der Panelstudie wurden 1.000 Internetnutzer zu den Schwerpunktthemen Web 2.0, Tendenzen im Online-Shopping, Mobiles Internet sowie Gaming befragt.

Dabei zeigt sich auch: „Innovative E-Commerce-Konzepte wie Shopping-Clubs, Shopping-Communities, Mass Customization Stores oder Live Shopping-Portale (jeden Tag nur ein Produkt) werden akteull deutlich weniger frequentiert als die E-Commerce-Platzhirsche.“

Fester Bestandteil im Online-Einkaufsprozess indes ist das Lesen von Nutzerproduktbewertungen vor der Entscheidungsfindung:
„Drei Viertel der Befragten geben an, zumindest gelegentlich die Meinungen anderer Nutzer zu lesen, bevor Sie ein bestimmtes Produkt online einkaufen. Nur 8% nutzen solche Hilfestellungen überhaupt nicht. Selbst verfasst hat bislang lediglich ein Drittel der Internet-Nutzer eine eigene Produktmeinung, 29% verfassen Kommentare, 16% schreiben Erfahrungsberichte. Eine Produktempfehlung haben bislang nur 9% aller Befragten gepostet.“

Käufer von individualisierten Produkten im Internet sind zur Hälfte Gestalter von T-Shirts, jeder Fünfte hat Accessoires mit Bildern bedrucken lassen. Andere selbst gestaltete Produkte wie Visitenkarten, Poster/Plakate aber auch selbst konfigurierte Computer werden bislang nur von höchstens 10% Prozent der Nutzer online bestellt. Ein echter Trend könnte die Mitgestaltung von Kleidung und Einrichtungsgegenständen werden.
44% bzw. 23% der Nutzer geben an, sich hier beteiligen zu wollen. Dabei akzeptieren die meisten Nutzer einen Aufpreis für selbst gestaltete Produkte. Während nur ein Viertel der Befragten bereit ist, für solche Produkte 25% oder mehr als Aufpreis zu bezahlen, akzeptiert die Mehrheit Mehrkosten bis unter 25% des Normalpreises. Nur 16% wollen dafür nichts ausgeben.


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