Globalisierung – grosse Chance für Unternehmen

Ein wesentlicher Beschleuniger der Globalisierung war die digitale Revolution. Die Erfindung des Mikrochips, der Aufbau weltweiter Kommunikationsnetze wie dem Internet haben die Bedürfnisse der Menschen stark verändert. Wir streben nach Informationen, Interaktion und Ideenaustausch, wollen überall erreichbar sein und die Geschwindigkeit spielt dabei eine wichtige Rolle.

Aus der Sicht der Kommunikation ist die Globalisierung für ein Unternehmen als grosse Chance zu sehen. Wann hatten die Unternehmen die Möglichkeit innerhalb weniger Minuten ein Millionen-Publikum mit minimalen Kosten- und Zeitaufwand anzusprechen? Sowie die Möglichkeit durch Schrift, Bild und Ton einen stark bleibenden Eindruck zu hinterlassen?
Für Unternehmen eröffnen sich durch die Globalisierung neue Türen. Ein Unternehmen kann sich durch die weltweite Verflechtung neue Zielgruppen erschliessen, die Unternehmenskommunikation intensivieren, das Brand und das Image verstärken und in einem kontinuierlichen Dialog mit einer hoch affinen Zielgruppe bleiben.
Social Media – Web2.0 Anwendungen basierend auf User Generated Content wie Blogs, Communitys (Facebook, YouTube, etc.), virtuelle Welten (Second Life) oder Dienste wie Twitter – haben das Internet regelrecht revolutioniert.

Social Media – die neue, dialogbasierte Kommunikation
In Social Media sind die Konsumenten gleichzeitig auch die Produzenten. Sie publizieren selbst erstellte Inhalte, kommentieren Beiträge in Blogs oder Produkte in Onlineshops und haben einen starken Einfluss auf andere Konsumenten.
Social Media verändert die Art und Weise mit Kunden und auch mit Kollegen rund um die Welt zu kommunizieren.

Kommunikationsregel in Social Media
Die europäischen Unternehmen sind in Social Media wenig aktiv. Corporate-Blogs, Facebook oder Twitter spielen in den USA und Asien eine wichtige Rolle sei es für Produktgestaltung, aktive Kundenbindung oder einfach als Feedback und PR-Kanal.
Sobald sich ein Unternehmen in Social Media engagiert, schauen die Konsumenten genauer hin. Es haben sich bereits klare Regeln für das Verhalten von Unternehmen im Social Media herauskristallisiert. Hält sich ein Unternehmen nicht an diese Regeln, wird es von den Konsumenten bestraft.

Was ist zu beachten:

  1. Spielen Sie mit offenen Karten – Geben Sie Ihre Identität preis, geben Sie sich klar zu erkennen. Offene Kommunikation als Marke oder als Unternehmen baut Vertrauen auf. Verdeckt zu Kommunizieren kann verlockend sein, auf lange Sicht riskieren Sie aber Ihr Image.
  2. Ziele – Welche Erwartungen hat Ihre Zielgruppe und was wollen Sie für Ihre Marke und Ihr Unternehmen durch Social Media erreichen?
  3. Social Media basiert auf Dialog – Die Konsumenten wollen aktiv einbezogen werden. Sie erwarten Informationen, Beratung oder Hilfestellung und das ermöglicht Ihnen eine intensive Bindung zum Konsumenten aufzubauen. Bieten Sie den Konsumenten Mehrwert und Informationen statt nur Werbung und PR. Hören Sie aufmerksam hin, das Feedback kann stark Ihre Produkt- und Unternehmensentwicklung beeinflussen.
  4. Geschwindigkeit – Die Verbreitung von Informationen (positiv oder negativ) ist in Social Media sehr schnell. Sie müssen in der Lage sein auch schnell zu reagieren. Lange Reaktionszeit kann Folgen für ein Unternehmen haben.
  5. Kontrolle – Schauen Sie aktiv hin wo über Sie oder Ihre Produkte gesprochen wird. Werfen Sie einen auch Blick auf Ihre Konkurrenz.

Die Aktivitäten in Social Media sind zeitaufwendig. Ein Unternehmen sollte sich bewusst sein, dass es eine vollständige Kontrolle in diesem Bereich nie erreichen wird. Es ist daher besser die Kontrolle teils abzugeben und Social Media bewusst zu steuern.

Kennen Sie die Social Media Aktivitäten Ihrer Mitarbeiter?
Ein Unternehmen sollte seine Mitarbeiter in der globalen Kommunikation fördern. Ihre Mitarbeiter sind die perfekten Botschafter. Sie sind Experten auf ihrem Gebiet und kennen das Unternehmen sowie die Produkte sehr gut. Sie können dazu beitragen Ihr Unternehmen in dem eigenen Netzwerk greifbar zu machen.

Was Ihre Mitarbeiter in der Freizeit und Privat tun, soll Sie solange nicht wirklich interessieren, bis das eigene Unternehmen selbst nicht betroffen ist. Sobald ein Mitarbeiter in Social Media aktiv ist und sich dabei zu seinem Arbeitgeber bekennt, ist er automatisch auch mit seinen Kollegen, Vorgesetzten und mit den Kunden verbunden. Die Grenzen zwischen beruflichen und privaten Inhalten verschwimmen schnell. Deshalb sollte es in allen Internetaktivitäten des Mitarbeiters eindeutig klar sein, dass die Statements, Tweets oder Beiträge von dem Mitarbeiter selber kommen. Es ist seine persönliche Meinung und nicht des Unternehmens. Je einflussreicher die Position des aktiven Mitarbeiters innerhalb des Unternehmens ist, desto schneller können seine Ansichten als Unternehmensansichten aufgefasst werden.

Damit keine vertrauliche Informationen und Inhalte an die Öffentlichkeit gelangen, sollten Sie aktiv werden und wichtige Punkte in Kommunikationsleitlinien festhalten. Diese sollten den Aktivitäten der eigenen Kommunikation sowie der Mitarbeiter hilfreich zur Seite stehen und Bewusstsein schaffen.
Damit die Leitlinien nicht als Verbote aufgefasst werden, ist es empfehlenswert bei der Ausarbeitung zusätzlich zu der Kommunikations- und Rechtsabteilung auch die in Social Media aktiven Mitarbeiter einzubeziehen.

Fazit
Social Media erfordert in Unternehmen nicht nur ein Umdenken, sondern mittelfristig eine Änderung der Kommunikation. Es ist ein neuer, interessanter Kommunikationskanal der mit der klassischen Kommunikation abgestimmt werden muss. Für ein Unternehmen, wie auch für den Konsumenten ist es wichtig mit einer Stimme oder zu mindestens abgestimmt zu sprechen. Wer als Unternehmen den Kontakt zum Kunden und Markt behalten will, sollte jetzt schnell eine eigene Social Media Strategie entwickeln.


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